Bakasana & Entspannung

Das Sanskritwort Baka wird meist mit „Krähe“, manchmal auch mit „Kranich“ übersetzt. Asana heisst „Haltung oder Sitz“.

In Bakasana benötigen wir, wie in allen Haltungen im Yoga, ein Gleichgewicht von Anstrengung und Entspannung. Wenn es um Armbalancen geht, denken wir meist insbesondere an Anstrengung und übersehen, dass wir uns in diesen Haltungen auch entspannen müssen. Um uns in diesen Haltungen zu entspannen, benötigen wir Geschmeidigkeit in den Leisten, Oberschenkelrückseiten und Hüften. Wenn wir diese Geschmeidigkeit etabliert haben, fällt es uns viel leichter in eine Armbalance zu kommen. Im Falle von Bakasana müssen bestimmte Rückenmuskeln loslassen, so dass eine Rundung der Wirbelsäule und eine damit einhergehende entspannte Weite im oberen Rücken geschehen kann.

Auf mentaler Ebene verhindert eine entspannte und ausgeglichene Herangehensweise, dass wir uns zu sehr in Anhaftung oder Ablehnung in Bezug auf diese Haltungen verstricken. Wenn wir Armbalancen praktizieren, zeigt sich oft sehr ehrlich, was wir über sie und uns denken. Wir denken „ich liebe Armbalancen“ oder „ich hasse Armbalancen“, was sich schließlich in Anhaftung oder in Ablehnung gegenüber den Haltungen zeigen kann. Wir arbeiten zu übertrieben an ihnen oder wir schmeißen das Handtuch einfach hin.

Durch das Erkennen unserer Tendenzen lernen wir, uns selbst besser kennen. Mit einer entspannten und freundlichen Art und Weise können wir schließlich ausreichend notwendige Anstrengung in die jeweilige Haltung einfließen lassen, die dafür notwendig ist.