April: Vasishthasana & der „Mittlere Weg“

Vasishtha war ein Weiser und Seher, Asana heißt „Sitz oder zu sitzen mit etwas“. Vasishthasana ist eine Armbalance und wird machmal auch als seitliches Brett bezeichnet.

Den mittleren Weg für sich zu finden, ist eine individuelle Reise. Jeder mittlere Weg ist unterschiedlich und ändert sich die ganze Zeit. Während wir auf der Suche nach der Mitte sind, finden wir unser Gleichgewicht.

Vasishthasana stellt eine ideale Gelegenheit dar, den mittleren Weg zu praktizieren. Wenn wir in der Haltung nicht genügend Beharrlichkeit und Anstrengung nutzen, wird nicht viel passieren. Die Schwerkraft wird siegen und unsere Hüften sowie unseren Brustkorb nach unten ziehen. Wenn wir an Vasishthasana zu hart arbeiten, wird es uns unmöglich sein, auf kleine Erwiderungen und Veränderungen des Körpers zu reagieren, wir fallen um. Der mittlere Weg bedeutet also, in der Mitte zu bleiben. Wir verweilen zwischen Aktivität und Passivität, zwischen Intention und Aktion, zwischen richtig und falsch, zwischen links und rechts. Im Yoga geht es um Gleichgewicht, um Balance.

Es wird gesagt, dass der Buddha einmal von einem Musiker gefragt wurde wie er denn meditieren solle. Der Buddha erwiderte „Wie stimmst Du Dein Instrument?“. Der Musiker antwortete „Nicht zu fest und nicht zu locker.“ Der Buddha sagte „Genau so sollst Du meditieren“. Wenn wir diesen Ansatz auch in Vasishthasana anwenden, erhalten wir eine gute Navigationshilfe, um Ausgewogenheit in unserer Praxis zu etablieren.

Viel Glück!