August Parshvottanasana & Verbeugen
Eine Vorbeuge ist in gewisser Weise auch eine Verbeugung. In bestimmten Kulturen ist sie ein Ausdruck der Wertschätzung und des Respektes. Gleichzeitig kann eine Verbeugung mit dem Loslassen des Ego gleichgesetzt werden. Loslassen ist nicht das Gleiche wie Unterwerfen oder Kollabieren. Loslassen ist nicht ein weiteres „Tun“, es ist vielmehr ein „Nicht-Tun.“ Wir können das Loslassen nicht forcieren, aber wir können die Ursachen und Bedingungen schaffen, damit es entstehen kann.
 
Parshva heißt „Seite oder Flanke“, Uttana bedeutet „intensives Ausstrecken“ und Asana heißt „Haltung, Sitz oder zu sitzen mit etwas“. In Parshvottanasana sind insbesondere die Innenseiten der Beine aktiv, ziehen wie ein Reißverschluss zusammen nach oben und leicht nach innen – diese Aktion ermöglicht eine tiefe Vorbeuge. Die Wirbelsäule rundet sich dabei ebenmässig, gleichzeitig ziehen die Schulterblätter weg vom Boden, so dass der Nacken weich und lang sein kann. Die Hände befinden sich gefaltet im Anjali-Mudra hinter dem Herzen.
 
Traditionell nehmen wir zu Beginn und Ende einer Yogaklasse die Hände in Anjali–Mudra vor dem Herzen zusammen, um uns anschliessend zu verbeugen. Eine Verbeugung besteht aus drei Schritten: Bei der Berührung unserer Hände spüren wir eine Qualität des Innehaltens und der Anerkennung unserer menschlichen Lebendigkeit. Wir fühlen unsere grundlegende Gutheit und die Gutheit der Anderen im Raum. Beim Verbeugen lassen wir los. Wenn wir uns Wiederaufrichten spüren wir ein Gefühl der Frische und des Neuanfangs. Somit ist jede Verbeugung eine Geste der
Wertschätzung und eine Erinnerung an unsere Zuversicht.
 
Viel Glück!

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