Oktober: Parshvottanasana & Loslassen

 

Parshva heißt „Seite oder Flanke“, Uttana bedeutet „intensives Ausstrecken“ und Asana heißt „Haltung, Sitz oder zu sitzen mit etwas“.

In Parshvottanasana sind insbesondere die Innenseiten der Beine aktiv, ziehen wie ein Reißverschluss zusammen nach oben und leicht nach innen – diese Aktion ermöglicht eine tiefe Vorbeuge. Die Wirbelsäule rundet sich dabei ebenmässig, gleichzeitig ziehen die Schulterblätter weg vom Boden, so dass der Nacken weich und lang sein kann. Die Hände befinden sich gefaltet in Anjali-Mudra hinter dem Herzen.

In Parshvottanasana haben viele von uns vielleicht die Tendenz, den Kiefer, den Bauch oder den Nacken anzuspannen. Wir können bemerken, wie schwer es uns fällt, während wir aktiv arbeiten, gleichzeitig auch rezeptiv bzw. empfänglich zu bleiben. „Unsere körperlichen Empfindungen sind Manifestationen unserer Anhaftung,“ sagte einmal die Yogalehrerin Judith Lasater. Wenn wir unseren Anhaftungen gegenüber gewahr werden, entfalten sie weniger Macht über uns. Loslassen wird dadurch zum Seinlassen. Dann können wir uns auch mit unangenehmen Empfindungen und Erfahrungen entspannen.

Viel Glück!